18 Oct 2009Der Anti-Twitterer


at 14:55:22 by PaulRudolfSeebacher in Online Journalism

 

Klaus Eck ist Herausgeber des PR Bloggers, ein Kommunikationsberater und Reputation Manager. Er hilft Unternehmen beim Aufbau einer eindeutigen Online-Reputation und bei der Entwicklung von Online-Relations. In einem Post vom 14 Oktober 2008 übt er starke Kritik an den Online-Dienst Twitter aus wirtschaftlicher Sicht.

UPDATE: Der Eintrag kann unter http://bit.ly/bbQ9q gefunden werden.

Hier nochmal die 18 Thesen mit meiner persönlichen Meinung dazu:

  • 1. Twittern kostet viel Arbeitszeit: Stimmt auf jeden Fall, jedoch kann mal wohl kaum behaupten dass diese Zeit verlorene Zeit ist. Es sind viele kleine Ablenkungen, die über ein sehr breites Spektrum informieren und die einem Twitter Benutzer den Blick schärfen. Wo jedoch dabei die Grenze zu ziehen ist, muss jeder für sich selber beantworten.
  • 2. Twittern verhindert jede Konzentration: Die in kurzen Abständen eintreffenden Tweets sind, wenn man sie nicht gut durch follow/unfollow/block filtert, von den Themen her sehr unterschiedlich und erfordern ein großes Maß an Abstraktion.
  • 3. Twittern schadet der Online-Reputaton: Da man in den wenigsten Fällen weiß, welches Publikum man mit seinen Tweets erreichen wird, kann man kaum erahnen wie ein Tweet aufgenommen wird. Weil dieses Problem bekannt ist glaube ich dass es dazu führen wird, das die Leute mehr Offenheit und Tolleranz dem entgegen bringen werden.
  • 4. Twittern ist gleich Information Overload: Je nachdem mit wieviel Interesse man jeden seiner "friends" begegnet kann es sehr gut zu einem Überschuss an Informationen kommen. Mit einer Verallgemeinerung das Twittern damit gleichzusetzen ist kann ich trotzdem wenig anfangen.
  • 5. Twitterer werden süchtig: "Aber auch die neueste Info, der aktuelle Klatsch und Tratsch, den gibt es auf Twitter für Leser ebenfalls. Via Twitter kommt ständig etwas Neues in die Welt. Und es gibt immer wieder Lesestoff. Deshalb sollte niemand mit dem Twitter beginnen, denn das Aufhören fällt wirklich schwer und ist beinahe unmöglich." Vielleicht sollten wir hier noch strenger mit uns sein und die Tweets einfach verbrennen.
  • 6. Twitter haben keine Privatsphäre mehr: Es stimmt das die Tweets ziemlich viel verraten und ziemlich viel über ein Leben veröffentlichen. David Hasselhoff wollte auch nicht das Ihm die ganze Welt beim Burger essen zu sieht. Worüber man sich online ausläßt ist jedem selbst überlassen. Wenn man zu dem nicht stehen kann ,was man selber veröffentlicht sollte man sich schon dabei was denken, aber sich einfach zu verstecken kann keine Lösung des Problems sein.
  • 7. Twitterer kennen keine Persönlichkeitsrechte gibt es auf Twitter eigentlich nicht mehr: Dafür gibt es Gesetze: http://de.wikipedia.org/wiki/Pers%C3%B6nlichkeitsrecht Wer sein Recht verletzt fühlt und es nicht einsetzt ist selber schuld.
  • 8. Twitter orientieren sich nicht am Profit, macht man zumindest nicht unmittelbar mit Twitter: verdammte Hippies!

Die restlichen Thesen von Klaus Eck werd ich in einem noch folgenden Post behandeln. Für Kommentare wäre ich sehr dankbar. Interessieren würde mich besonders ob und wenn ja, wie ihr mit dem Medium twitter umgeht.

Dieser Artikel wurde am 24. 5. 2009 um 13:04:55 unter http://tugll.tugraz.at/22297/weblog/8182.html veröffentlicht.

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